10|02|2020 Tag 5 - ohne H

Sven (Name geändert), mein Freund zieht gleich los und besorgt eine Subutex. 5 Tage ohne H - gut. Die Entzugssymptome halten sich sogar in Grenzen, meine Augen tränen etwas, Kälteschübe, das war's. Das ist nichts im Gegensatz zu dem, wenn ich "richtig" auf H war. Richtige Sorgen macht mir unsere finanzielle Situation. Diesen Monat wird es ganz eng. Aber der Drang wenigstens einen Ersatz zum H zu haben ist groß. Sehr groß.

Ich habe noch 8 Alprazolam, die ich mir unbedingt bis zum nächsten Arzttermin einteilen muss. Einteilen ist schwer, wenn man abhängig ist und dazu neige ich sehr zur Maßlosigkeit. Ich hoffe, dass es diese Woche klappt, sonst habe ich echte Probleme.

Morgen kommen Svens Eltern und holen das Auto ab. Führerschein weg. Er ist niemals berauscht gefahren, wurde aber 2 mal angehalten, als er noch Reste im Blut hatte.

Es geht alles immer weiter den Bach runter. Ich habe gestern online eine Klinik gefunden, in der man direkt nach der Entgiftung eine Therapie machen kann. Die Zeit zwischen Entgiftung und Monate warten ist hart. Das wäre perfekt, es gibt dort sogar Tiere, die man mit versorgt.

Ich werde die nächsten Tage dort anrufen und schauen, ob ich auf die Warteliste komme. Das Alles muss aufhören, bevor ich ALLES verliere. Sven ist nicht motiviert eine Therapie zu machen und ich denke, das wird unser Ende sein, wenn ich gehe. Ich muss mich retten und an mich denken. Ich bin überfordert, irgendwie.

Süchtig sein ist ein Kampf. Clean sein ist ein Kampf, das Leben ist ein Kampf.




Marla


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